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PERGAN GmbH
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Anwendungs­gebiete

Polymerisation

Polyethylen-LD (LDPE)

Für die LDPE-Produktion bietet PERGAN eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, als Einzelinitiatoren oder als ein System von Initiatoren, an.

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Polyethylen niedriger Dichte (PE-LD) wird durch Polymerisation von Ethylengas hergestellt. Das technisch wichtigste Verfahren zur Herstellung von PE-LD ist das Hochdruckverfahren im Rohrreaktor oder im Autoklaven. Im Hochdruckverfahren wird Ethylengas durch Spuren von Sauerstoff oder organischen Peroxiden als Radikalstarter bei Drücken von 1.500 bis 3.800 bar und bei Temperaturen von 100 bis 200 °C radikalisch polymerisiert.

Organische Peroxide, wie Dialkylperoxide, Diacylperoxide, Peroxydicarbonate, Peroxyketale und aromatische oder nicht-aromatische Perester, werden verwendet.

 

Weitere Informationen zu Polyethylen-LD (LDPE):

Polyethylen ist ein durch Kettenpolymerisation von Ethen (CH2=CH2) hergestellter thermoplastischer Kunststoff mit der vereinfachten Strukturformel [ −CH2−CH2− ]. Er gehört zur Gruppe der Polyolefine und ist teilkristallin (und) sowie unpolar. Es ist der weltweit mit Abstand am häufigsten verwendete Standard-Kunststoff und wird in erster Linie für Verpackungen verwendet. Alle Polyethylen-Typen zeichnen sich durch hohe chemische Beständigkeit, gute elektrische Isolationsfähigkeit und ein gutes Gleitverhalten aus; die mechanischen Eigenschaften sind jedoch nur mäßig (außer PE-UHMW).

Polypropylen (CR-PP)

PERGAN bietet eine breite Palette von organischen Peroxiden für den Abbau von Polypropylen an.

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Im Gegensatz zu Polymeren, wie LDPE, PVC oder PS, ist die Polymerisation von PP keine radikalische Polymerisation die durch Initiatoren, wie organische Peroxide, gestartet wird. PP wird mithilfe von Ziegler-Natta-Katalysatoren oder Metallocenen polymerisiert. Die Polymerisation führt zu einer räumlich geordneten Kettenkonfiguration.

Organische Peroxide werden bei der Herstellung von hochmolekularem PP verwendet. Hier nutzt man den selektiven Kettenabbau durch organische Peroxide um die Fließeigenschaften des PP zu verbessern. Durch den selektiven Kettenabbau wird eine dichtere Molmassenverteilung erreicht, und dadurch eine etwas geringere Molmasse. Hieraus resultiert eine niedrigere Schmelztemperatur des PP. Dieser Effekt wird durch den Schmelzflussindex (Melt Flow Index (MFI)) charakterisiert. Der Index gibt an, welche Menge an PP während eines Zeitraums von 10 min aus einer definierten Düse  bei einer gegebenen Temperatur und Last ausströmt. Z.B. bedeutet MFI 190 / 2,16: MFI bei 190°C und einer Last von 2,16 kg.

Für den Kettenabbau von PP werden Dialkylperoxide verwendet.

 

Weitere Informationen zu Polypropylen (PP):

Polypropylen (PP) ist ein hochwertiger thermoplastischer Kunststoff. Die industrielle Produktion begann 1957. In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Polypropylen stetig zugenommen. Die Nachfrage und infolgedessen der Ausbau der PP-Produktionskapazitäten sind deutlich stärker gestiegen, als bei anderen Polymeren.

Polyvinylchlorid (PVC)

Für die PVC-Produktion bietet PERGAN eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, als Einzelinitiatoren oder als ein System von Initiatoren, an.

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Polyvinylchlorid wird durch radikalische Polymerisation mit organischen Peroxiden, Azo-Verbindungen oder Persulfaten aus Vinylchlorid (VCM) hergestellt. Man unterscheidet drei Produktionsprozesse: Suspensionspolymerisation (mit organischen Peroxiden und Azo-Initiatoren), Emulsionspolymerisation und Massepolymerisation (mit organischen Peroxiden).

Organische Peroxide für die Suspensions- und Massepolymerisation sind Diacylperoxide, Peroxydicarbonate und Perester. Für die Emulsionspolymerisation werden wasserlösliche organische Peroxide wie Hydroperoxide und Ketonperoxide verwendet.

 

Weitere Informationen zu Polyvinylchlorid (PVC):

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff der 1835 entdeckt wurde und seit 1928 industriell hergestellt wird. Gemessen an der weltweiten Produktionsmenge, ist PVC ein sehr wichtiger Thermoplast. Er ist schwer entflammbar und brennt außerhalb einer Flamme nicht weiter. Zudem ist er gasundurchlässig, licht- und witterungsbeständig. PVC wird als Grundstoff für die Herstellung von Rohren, elektrischen Kabelmänteln, Fensterrahmen, Schilder, Kleidung, Möbel, Blutbeutel und Vinylschallplatten verwendet.

 

Polystyrol (PS/EPS)

Für die PS-Produktion bietet PERGAN eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, als Einzelinitiator oder ein System von Initiatoren, an.

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Polystyrol wird durch Polymerisation von Styrol unter Verwendung von organischen Peroxiden oder Wärme (nur Massepolymerisation) hergestellt. Drei verschiedene Produktionsprozesse finden Anwendung: Suspensionspolymerisation (mit organischen Peroxiden), Massepolymerisation (mit organischen Peroxiden oder Wärme) und Emulsionspolymerisation (mit organischen Peroxiden).

Für die drei verschiedenen Produktionsprozesse werden organische Peroxide, wie Dialkylperoxide, Diacylperoxide, Peroxydicarbonate, Peroxyketale, Hydroperoxide und aromatische oder nicht-aromatische Perester, verwendet.

Expandiertes Polystyrol (EPS) kann durch Suspensions- bzw. Massepolymerisation hergestellt werden. Im Falle der Suspensionspolymerisation wird das Treibmittel (z.B. Pentan) während der Polymerisationsreaktion zugegeben. Im Falle der Massepolymerisation wird das Treibmittel im zweiten Schritt nach der Polymerisationsreaktion über einen Extruder hinzugefügt.


Flammschutz ist eine notwendige Voraussetzung bei Polymeren, die in der Bau- und Elektroindustrie eingesetzt werden. Polymere mit Flammschutzmittel sind Expanded PS (EPS), Shock-Proofed PS und Copolymere von PS. Ein Flammschutzsystem besteht aus zwei Verbindungen: dem eigentlichen  Flammschutzmittel (z.B. Hexabromcyclododecan) und einer Verbindung, die unter Einfluss von Wärme in freie Radikale zerfällt. Hauptsächlich verwendet wird Dicumylperoxid oder 2,3-Dimethyl-2,3-diphenylbutan.

 

Weitere Informationen zu Polystyrol (PS):

Polystyrol (PS) ist ein transparenter, amorpher oder teilkristalliner Thermoplast. PS wurde 1839 entdeckt und wird sei 1931 industriell hergestellt. In Bezug auf die Produktionskapazität und die seiner Copolymere nimmt PS die vierte Stelle nach LDPE, PP und PVC ein. PS ist glasklar, hart und spröde. Es zeichnet sich durch einen brillanten Oberflächenglanz, herausragende dielektrische Eigenschaften, aber auch durch eine Tendenz  zur Spannungsrissbildung und einer geringe Wärme-, Witterungs- und Lösemittelbeständigkeit aus. Diese negativen Eigenschaften können durch Copolymerisation mit anderen Monomeren (wie Butadien (CH2=CH-CH=CH2), Acrylnitril (CH2=CH-CN) verbessert werden. PS wird für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen, sonstige Verpackungen und als geschäumtes Polystyrol (EPS/XPS) für Isolationsanwendungen verwendet.

Polymethylmethacrylat (PMMA)

Für die PMMA-Produktion bietet PERGAN eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, als Einzelinitiatoren oder als ein System von Initiatoren, an. Zum Einsatz kommen Peroxycarbonate, Peroxyester, Perketale, sowohl als Einzelinitiatoren wie auch in Kombination.

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PMMA wird durch Polymerisation von Methacrylsäuremethylester unter Verwendung von organischen Peroxiden hergestellt. Drei verschiedene Produktionsprozesse sind bekannt: Suspensionspolymerisation (mit organischen Peroxiden), Massepolymerisation ( mit organischen Peroxiden) und Emulsionspolymerisation.

 

Weitere Informationen zu Polymethylmethacrylat (PMMA):

Polymethylmethacrylat (PMMA, auch Acrylglas) ist ein transparenter, thermoplastischer Kunststoff. PMMA wurde 1928 etwa zur selben Zeit in Deutschland, Großbritannien und Spanien entwickelt. Aus Polymethylmethacrylat wird, zum Einsatz in verschiedensten Bereichen, eine Vielzahl von transparenten und nicht-transparenten Gegenständen, Waren, Bauteilen und Halbzeugen gefertigt. Einsatzbereiche sind z.B. die Automobilindustrie (Leuchten, Reflektoren), Sanitärindustrie (Badewannen), Möbelindustrie, Bauindustrie (Bodenbeschichtungen), Leuchtwerbung, Werbetechnik, Luftfahrtindustrie (Scheiben, Abdeckungen) und Medizintechnik (künstliche Linsen).

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Härtung

Hand-/Spritzlaminieren

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Hand-/Spritzlaminieren” an.

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Beim Hand- oder Spritzlaminieren handelt es sich meist um eine Kalthärtungsanwendung die durch einen Beschleuniger aktiviert wird. Im Fall des Handlaminierens werden per Hand Glasfasermatten in einer offenen Form ausgelegt und dort mit dem bereits aktivierten Harz getränkt.

Die Härtung erfolgt anschließend durch die Kombination organisches Peroxid (Dibenzoylperoxid oder Ketonperoxide) und Beschleuniger bei niedrigen Temperaturen. Einen höheren Grad der Automatisierung erreicht man beim Spritzlaminieren. Hier wird eine Mischung aus Fasern, Harz, Härter und Beschleuniger auf die Form gespritzt. Das Harz, der Härter und der Beschleuniger werden getrennt dosiert, gemischt und erst beim Auftragen der Mischung mit der Spitzpistole und den Fasern kommt es zur Härtungsreaktion. Mit dieser Technik können große Bauteile hergestellt werden.

Harzinjektion (RTM)

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Harzinjektion (RTM)” an.

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Beim Resin Transfer Moulding (RTM) handelt es sich um eine Kalthärtungsanwendung die durch einen Beschleuniger aktiviert wird. RTM ist ein Verfahren zur Herstellung von High-Tech-Verbundstrukturen (Composites). Mit dem RTM-Verfahren werden Verbundteile mit hoher Festigkeit, komplexen Geometrien, engen Maßtoleranzen und hoher Formteilqualität,  typischerweise für die Luft- und Raumfahrtindustrie, hergestellt. RTM verwendet eine geschlossene Form, üblicherweise aus Aluminium. Die Fasermatten werden in die Form gelegt, die Form wird anschließend geschlossen, erwärmt und unter Vakuum gesetzt. Das erwärmte Harz wird in die Form injiziert um die Faserschichten zu imprägnieren. Im Anschluss erfolgt die Aushärtung durch die Kombination organisches Peroxid, wie z.B. Dibenzoylperoxid oder Ketonperoxid, und vorbeschleunigtem Harz.

Polymerbeton und Marmor

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Polymerbeton und Marmor” an.

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Die Herstellung von Polymerbeton ist eine Kalthärtungsanwendung die durch einen Beschleuniger aktiviert wird. Bei Polymerbeton wird das Bindemittel Zement durch ein ungesättigtes Polyesterharz als Bindemittel ersetzt. Polymerbeton besteht, wie der klassische Beton auch, aus diversen Fraktionen Quarz, Granit, Kalkstein und anderen hochwertigen Materialien. Die Zuschlagstoffe müssen von guter Qualität sein: frei von Staub, anderen Verunreinigungen und vor allem trocken. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, kann die Bindungsstärke zwischen dem Harz (Bindemittel) und den Zuschlagstoffen reduziert sein. Geeignete organische Peroxide sind Dibenzoylperoxid oder Ketonperoxide.

Gelcoats

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Gelcoats” an

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Die Applikation von Gelcoats ist eine Kalthärtungsanwendung die durch einen Beschleuniger aktiviert wird. Als „Gelcoat“ wird eine qualitativ hochwertige Oberfläche auf der sichtbaren Oberfläche eines faserverstärkten Verbundwerkstoffes bezeichnet. Aufgabe dieser, oftmals eingefärbten, Oberfläche soll in erster Linie die Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes des Compositematerials sein. Viele Boote, Yachten und Flugzeuge tragen eine Gelcoatschicht, die, typischerweise, 0,5 mm bis 0,8 mm dick ist. Gelcoats sind sehr haltbar und beständig  gegenüber UV-Licht und Hydrolyse. Die häufigsten Gelcoats basieren auf ungesättigten Polyesterharzen. Gelcoats sind entsprechend modifizierte Harze, die im flüssigen Zustand in die Form und auf die Oberflächen aufgetragen werden. Sie werden durch organische Peroxide gehärtet. Hier kommen ausschließlich Ketonperoxide zum Einsatz.

Spachtelmassen

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Spachtelmassen” an.

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Spachtelmassen sind eine Kalthärtungsanwendung und werden durch Beschleuniger aktiviert. Spachtelmassen werden als Reparaturkitte für Autokarosserien, Kunststeinplatten und Fußböden eingesetzt. Die, i.d.R. vorbeschleunigten, Polyesterharze werden üblicherweise mit Dibenzoylperoxid in Pastenform gehärtet.

Dübelmassen

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Dübelmassen” an.

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Dübelmassen für die chemische Verankerung zählen zu den Kalthärtungsanwendungen die durch Beschleuniger aktiviert werden. Mit „chemischer Dübel“ wird eine System aus Dübel, Gewindestange oder Bolzen, und Reaktionsharzmörtel, organischem Peroxid und Beschleuniger bezeichnet. Chemische Dübel sind geeignet für Anwendungen mit hoher Belastung im Vergleich zu klassischen Dübelsystemen. Sie sind ideal für die Fixierung an Kanten oder im Untergrund unbekannter Qualität bzw. niedriger Druckfestigkeit. Ungesättigte Polyesterharze sind das klassische Reaktivharz für die Herstellung von 2-Komponenten-Injektionsmörtelsystemen. Die Härtung erfolgt üblicherweise mit Dibenzoylperoxidpaste.

Knöpfe

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Knöpfe” an.

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Die Knopfherstellung ist eine Kalthärtungsanwendung die durch Beschleuniger aktiviert wird. Die Grundlage für die Herstellung von Polyesterknöpfen bilden gegossene Stäbe oder Platten aus ungesättigtem Polyesterharz die mit organischen Peroxiden gehärtet werden. Polyesterknöpfe werden spanabhebend produziert und können nachträglich eingefärbt werden. Für die Härtung kommen i.d.R. langsam durchhärtende organische Peroxide, wie Methylethylketon- oder Cyclohexanonperoxide, in Frage. Diese Peroxide sorgen für eine gute Anfangshärte bei gleichzeitig spannungsfreier Durchhärtung.

Schleudergießen

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Schleudergiessen” an.

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Schleudergießen ist eine Anwendung bei erhöhter Temperatur. Kalthärtende, aber auch warmhärtende, Systeme können angewendet werden. Das aktivierte Harz (mit oder ohne Füllstoff) wird in Gussformen gefüllt oder in zylindrischen Formen gedreht. In eine sich drehenden Form (Hohlzylinder) wird ein Gemisch aus Faserrovings, aktiviertem Harz und ggfs. Füllstoffen durch die Verwendung einer Lanze dosiert. Aufgrund der Rotation wird das Gemisch aus Fasern und Harz homogen auf der Innenfläche der Form verteilt. Mit diesem Herstellungsverfahren werden Rohre, Silos und Tanks mit einer hervorragenden inneren und äußeren Oberflächenqualität hergestellt. Zum Einsatz kommen (hochaktive) organische Peroxide, wie Methylethylketon- oder Cyclohexanonperoxide, die eine schnelle und spannungsfreie Durchhärtung ermöglichen.

Wickelverfahren

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Wickelverfahren” an.

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Beim Wickelverfahren handelt es sich um eine Anwendung bei erhöhter Temperatur. Kalthärtende, aber auch warmhärtende, Systeme können angewendet werden. Auf einer sich drehenden Form (Hohlzylinder) wird ein Faserroving wie eine Spirale aufgewickelt. Entweder werden die Rovings vor oder nach dem Aufwickeln auf die Form mit dem aktivierten Harz getränkt. Zylinder- und Kugelhohlteile (Rohre, Silos oder Tanks) können mit diesem Verfahren hergestellt werden. Zum Einsatz kommen (hochaktive) organische Peroxide, wie Dibenzoylperoxid, Cumolhyrdo-, Methylethylketon-, Methylisobutylketon- oder Cyclohexanonperoxide, die eine schnelle und spannungsfreie Durchhärtung ermöglichen.

Kontinuierliches Laminieren

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Kontinuierliches Laminieren” an.

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Kontinuierliches Laminieren ist eine Anwendung, bei erhöhter Temperatur. Kalthärtende, aber auch warmhärtende, Systeme können angewendet werden.  Kontinuierliches Laminieren ist ein hoch automatisiertes Verfahren bei dem Glasfasermatten und Füllstoffe mit Harz und organischen Peroxiden imprägniert und in Bahnen über Förderbänder und durch Formgebungswalzen entsprechend in Dicke und Harzgehalt eingestellt werden. Die Bahnen werden  anschließend durch eine Heizzone geführt und zu einer Compositeplatte ausgehärtet (mit oder ohne Beschleuniger). Die  in diesem Verfahren hergestellten Platten werden für LKW-Anhänger (Seitenwände), Dachfenster, Bauplatten und andere Anwendungen in der Bauindustrie verwendet. Zum Einsatz kommen (hochaktive) organische Peroxide, wie Acetylaceton-, Methylethylketon- oder, Methylisobutylketonperoxide die für eine schnelle Anfangshärte sorgen und eine spannungsfreie Durchhärtung ermöglichen.

Schlauch Relining (CIPP)

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Schlauch Relining (CIPP)” an.

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Schlauch Relining (Cure-in-place-pipe, CIPP) ist eine Heißhärtungsanwendung, dies heißt die Härtung erfolgt ohne Zugabe von Beschleuniger und erfordert Temperaturen > 80°C. Schlauchlining ist eine von mehreren grabenlosen Sanierungsmethoden um bestehende Rohrleitungen zu reparieren. Schlauchlining ist eine fugenlose, nahtlose, Rohr-im-Rohr-Technik zur Ertüchtigung vorhandener Rohre mit einem Durchmesser von 0,1 bis 2,8 Meter. Ein mit Polyesterharz und organischen Peroxiden imprägnierter Filzliner aus Glasfasergewebe oder einer anderen geeigneten Faser wird  in ein beschädigtes Rohr gezogen. Die Auskleidung kann mit Wasser oder Luftdruck durchgeführt werden. Die Härtung der organischen Peroxide erfolgt bei hoher Temperatur durch heißen Dampf, heißes Wasser oder in Kombination mit UV-Licht. In einigen Fällen (beispielsweise bei kleinen Durchmessern) ist eine Kalthärtung mit Dibenzoylperoxid und Aminbeschleuniger ebenfalls möglich.

Pultrusion

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “Pultrusion” an.

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Pultrusion ist eine Heißhärtungsanwendung, das heißt die Härtung erfolgt ohne Zugabe von Beschleuniger und erfordert Temperaturen > 80°C. Pultrusion ist ein kontinuierliches Verfahren, bei dem Faserrovings zunächst durch ein Bad aus peroxidisch aktiviertem Harz und anschließend durch eine beheizte Form gezogen werden. Mit diesem Verfahren können Stangen und Hohlprofile mit variabler Dicke hergestellt werden. Zum Einsatz kommen Peroxyketale, Peroxyester oder Peroxydicarbonate.

SMC/BMC

PERGAN bietet eine breite Produktpalette an organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren für die Anwendung “SMC/BMC” an.

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Sheet Moulding Compounds (SMC) und Bulk Moulding Compounds (BMC) sind beides Heißhärtungsanwendungen, das heißt die Härtung erfolgt ohne Zugabe von Beschleuniger und erfordert Temperaturen > 80°C. Zum Einsatz kommen Dialkylperoxide, Peroxyketale, Perester oder Peroxydicarbonate.

SMC ist ein fertiges, glasfaserverstärktes Polyestermaterial das in erster Linie in Pressformen verwendet wird. SMC ist sowohl ein Herstellverfahren, als auch verstärktes Compositematerial. Die Herstellung von SMC ist ein hoch automatisiertes Verfahren bei dem Glasfasermatten und Füllstoffe mit Harz und organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren imprägniert und in Bahnen auf Förderbändern und durch Formgebungswalzen entsprechend in Dicke und Harzgehalt eingestellt werden. Anschließend werden die Matten auf großen Spulen (Coils) zum Eindicken und zur Reifung gelagert. Die langen Fasern in SMC führen zu einer höheren Festigkeit des Endprodukts als herkömmliche Masseformmassen (BMC). Typische Anwendungen sind anspruchsvolle elektrische Anwendungen, korrosionsbeständige Bauteile, strukturelle Bauteile zur Kostensenkung bei Automobil und Transport.

BMC ist ein fertiges, glasfaserverstärktes Polyestermaterial das in erster Linie in Spritzgieß- und Pressformen verwendet wird. BMC wird mit Glasfaserrovings und Füllstoffen in einem Mischer mit Polyesterharz vermischt. Zuvor wird das Polyesterharz mit organischen Peroxiden, Beschleunigern und Inhibitoren aktiviert. Anschließend wird das BMC, wie auch das SMC, zum Eindicken und zur Reifung gelagert. Die Glasfasern im BMC führen zu einer besseren Festigkeit im Vergleich zu herkömmlichen thermoplastischen Produkten. Typische Anwendungen sind anspruchsvolle elektrische Anwendungen, korrosionsbeständige Bauteile, strukturelle Bauteile zur Kostensenkung bei Automobil und Transport.

Vinylesterharze

Wir empfehlen folgende Produkte für die Härtung von Vinylesterharzen:

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Vinylesterharze werden durch die Veresterung eines Epoxidharzes mit einer ungesättigten Monocarbonsäure hergestellt. Sie können als eine Alternative zu Polyester- und Epoxidharzen in der Herstellung von Compositematerialien verwendet werden.

Die Regeln für die Härtung von ungesättigten Polyesterharzen lassen sich nicht auf die Härtung von Vinylesterharzen übertragen. Alles verhält sich gegenteilig: Ketonperoxide, die für eine langsame Härtung bei Polyesterharzen sorgen, sorgen bei Vinylesterharzen für eine schnelle Aushärtung. Die Lösemittel, die als Promotor bei der Härtung von Polyesterharzen wirken, wirken bei der Härtung von Vinylesterharzen als Inhibitor. Eine Ausnahme: Kobalt-Amin-Mischbeschleuniger. Diese verhalten sich auch bei Vinylesterharzen gleich wie bei Polyesterharzen. Ein weiteres Merkmal der Härtung von Vinylesterharzen ist, dass alle Peroxidformulierungen die Wasserstoffperoxide (H2O2) enthalten zum Schäumen neigen. Wenn jedoch das Schäumen innerhalb der Topfzeit des aktivierten Harzes stoppt, ist dieses Problem von untergeordneter Bedeutung. Peroxidformulierungen auf Basis von Cumolhydroperoxid schäumen nicht.

Acrylatharze

Wir empfehlen folgende Produkte für die Härtung von Acrylatharzen:

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Acrylatharze werden in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt: Gebäudeabdichtung, Bodenbeschichtung, Mineralwerkstoffe (Solid-Surface, Artifical Stone/Marble für Spülen und Arbeitsplatten), Klebstoffe, Lacke. Acrylharze sind, einmal ausgehärtet, dauerhaft haltbar und fest, sie haben eine gute Optik, guten Glanz und hohe Witterungsbeständigkeit.

Für die peroxidische Härtung bei Umgebungstemperatur wird jeweils ein spezieller Beschleuniger oder gar eine Beschleunigerkombination verwendet. Ohne die Zugabe eines Beschleunigers startet die Härtung von Acrylharzen nur oberhalb einer Aktivierungstemperatur von 80°C.

Styrolysierung von Alkydharzen

Wir empfehlen folgende Produkte für die Styrolisierung von Alkydharzen:

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Anwendung als Lösung in Kohlenwasserstoffen für Spachtelmassen, Grundierungen, Deck- und Effektlacken, Lackbindemitteln. Es handelt sich um eine peroxidische Pfropfung von Styrol oder ggf. Vinyltoluol auf Alkydharzen oder ungesättigten Polyesterharzen zur Verbesserung der Eigenschaften.  Zum Einsatz kommen Dialkylperoxide, Peroxyketale und Peroxyester.

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acrylate resins" laden.

Vernetzung

Kabelisolierung

Wir empfehlen folgende Produkte für die Anwendung „Kabelisolierung“:

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Kabelisolierungen aus peroxidisch vernetztem Polyethylen (VPE) werden im 1-380 kV Bereich eingesetzt. Wichtig nach der Vernetzung sind gute dielektrische Eigenschaften sowie Formstabilität auch bei höheren Temperaturen. Überwiegend wird LDPE mit Dialkylperoxide vernetzt.

NBR & SBR

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von NBR & SBR:

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Butadien-Acrylnitril-Kautschuk (NBR) wird durch Copolymerisation von Acrylnitril (ACN) und 1,3-Butadien hergestellt. Werkstoffe auf Basis dieses Synthesekautschuks sind aufgrund ihrer guten technologischen Eigenschaften für sehr viele Anwendungsgebiete geeignet. Insbesondere Radial-Wellendichtringe, Dichtelemente für Hydraulik und Pneumatik sowie O-Ringe werden in großen Stückzahlen aus Werkstoffen auf NBR-Basis gefertigt.

 

Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) wird durch die Copolymerisation von 1,3-Butadien und Styrol hergestellt. SBR ist heute der meistverwendete Synthesekautschuk und findet seine Anwendung in der Herstellung von Reifen (Laufflächen), Dichtungen und Transportbändern.

Vernetztes EPM/EPDM

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von EPM/EDPM:

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Ethylen-Propylen-Copolymer (EPM) ist ein Copolymer aus Ethylen und Propylen, Ethylen-Propylen-Terpolymer (EPDM) ist ein Terpolymer aus Ethylen, Propylen und einer Dien-Komponente. EPM kann nur peroxidisch vernetzt werden. EPDM kann, neben der Schwefelvernetzung, auch peroxidisch vernetzt werden. Vorteile sind eine verbesserte Temperaturbeständigkeit, niedrigerer Druckverformungsrest und besseres Alterungsverhalten. Anwendungen sind Schläuche, Dichtungen, Profile, Kabel, Schuhsohlen und Fördergurte.

Vernetztes EVA

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von EVA:

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Mit Ethylenvinylacetat (EVA) wird eine Gruppe von Copolymeren bezeichnet. Die Vernetzung mit organischen Peroxiden wird vorgenommen, um die Bruchdehnung, die Alterungs- und die Wärmebeständigkeit zu verbessern. Anwendungen sind Schmelzklebstoffe, Folien, Elektrokabel, Solarmodule, Schuhsohlen und Fußbodenbeläge.

Vernetztes HDPE

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von HDPE:

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Für die Vernetzung sind aufgrund des hohen Erweichungspunktes besonders stabile Peroxide, wie Dialkylperoxide,  erforderlich.

Durch peroxidische Vernetzung  lässt sich aus thermoplastischem Polyethylen (PE-LD, PE-LLD oder PE-HD) vernetztes Polyethylen (PE-X) herstellen. Durch die Vernetzung lassen sich Schlagzähigkeit, Abriebfestigkeit, Tieftemperatur- und Spannungsrissbeständigkeit wesentlich erhöhen. Die Härte und Steifigkeit verringert sich. PE-X schmilzt nicht mehr und ist thermisch höher belastbar. Mit zunehmender Vernetzungsdichte nimmt zudem auch der maximale Schermodul zu. PE-X lässt sich damit gegenüber gewöhnlichem PE deutlich umfangreicher einsetzen. Da PE-X nicht mehr schmilzt, wird stets das fertige Halbzeug oder das Formteil vernetzt. Anwendungen sind rotationsgesinterte Hohlkörper, Fußbodenheizungsrohre, Mittel- und Hochspannungskabel-Isolierungen oder Behälterauskleidungen.

Vernetztes LDPE

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von LDPE:

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Für die Vernetzung sind aufgrund des hohen Erweichungspunktes besonders stabile Peroxide, wie Dialkylperoxide,  erforderlich.

Durch peroxidische Vernetzung  lässt sich aus thermoplastischem Polyethylen (PE-LD, PE-LLD oder PE-HD) vernetztes Polyethylen (PE-X) herstellen. Durch die Vernetzung lassen sich Schlagzähigkeit, Abriebfestigkeit, Tieftemperatur- und Spannungsrissbeständigkeit wesentlich erhöhen. Die Härte und Steifigkeit verringert sich. PE-X schmilzt nicht mehr und ist thermisch höher belastbar. Mit zunehmender Vernetzungsdichte nimmt zudem auch der maximale Schermodul zu. PE-X lässt sich damit gegenüber gewöhnlichem PE deutlich umfangreicher einsetzen. Da PE-X nicht mehr schmilzt, wird stets das fertige Halbzeug oder das Formteil vernetzt. Anwendungen sind rotationsgesinterte Hohlkörper, Fußbodenheizungsrohre, Mittel- und Hochspannungskabel-Isolierungen oder Behälterauskleidungen.

Vernetzter Polyethylenschaum

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Herstellung von Polyethylenschaum:

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Durch peroxidische Vernetzung und in Gegenwart von Schäummitteln, wie z.B. Azo-Initiatoren, lässt sich aus Polyethylen ein vernetzter Polyethylenschaum herstellen. Vernetzter PE-Schaum hat eine feine, regelmäßige und geschlossene Zellstruktur mit niedriger Dichte. Die geschlossenzellige Struktur bietet hervorragende Wärme- und Kälteisolationseigenschaften. Zudem kann vernetzter PE-Schaum kein Wasser aufnehmen. Anwendungen sind Schallschutz, thermische Isolierungen, Sitzpolster, Turnmatten oder Auftriebskörper (Schwimmhilfen).

Vernetzter Silikonkautschuk

Wir empfehlen folgende Produkte für die peroxidische Vernetzung von Silikonkautschuk:

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Silikon (Poly(organo)siloxane) ist eine Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind. Als Silikonkautschuk bezeichnet man Massen die Poly(organo)siloxane enthalten und  in einen gummielastischen Zustand überführt wurden.  Man unterscheidet nach der notwendigen Vernetzungstemperatur zwischen kalt- (RTV) und heißvernetzenden (HTV) Silikonkautschuken. Beide Typen können, neben der Silan- oder Platinvernetzung, mit organischen Peroxiden vernetzt werden. Vernetzter Silikonkautschuk eignet sich bei guter Kälte-/Wärme- und Alterungsbeständigkeit für Schläuche, Walzen, Fördergurte, Kabelummantelungen, Dichtungen sowie für pharmazeutische und medizinische Artikel. Als Vernetzer eignen sich besonders gut unsere Formulierungen in Silikonöl oder Silikonkautschuk.

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